Luzerner Kantonal-Musiktag 2007

Die Musikanten waren begeistert von diesem grandiosen Fest, seiner super Atmosphäre und tollen Vorträgen. Es ist eindrücklich, was eine 1100-Seelen-Gemeinde wie Gettnau leisten konnte. Ein Ausschnitt aus dem Leitartikel von Josef J. Zihlmann im Willisauer Boten 2007 beschreibt es folgendermassen:

Wenn Kleine Grosses leisten: Dass ein so kleines Dorf wie Gettnau einen so grossen Anlass wie das Jugendmusikfest und den Musiktag derart mustergültig organisieren kann, stellt nicht nur den verantwortlichen Organisatoren und den vielen Helfern ein ausgezeichnetes Zeugnis aus, sondern stellt eindrücklich unter Beweis, wie viel auch – oder erst recht? – kleine Gemeinschaften mit Kreativität, Einsatz- und Risikobereitschaft zu erbringen im Stande sind. Mag vielerorts der Eindruck vorherrschen, dass Grosses nur von Grossen geleistet werden kann – Gettnau hat das Gegenteil bewiesen.

Gättnou Satisfaction

Das ganze Fest stand unter dem Motto „Gettnou satisfaction“. In diesem Sinne wollte man die Musikanten und die Gäste richtiggehend begeistern und sie verwöhnen. Noch Jahre nach dem Musiktag erinnern sich viele an das schöne und eindrückliche Fest in Gettnau. Nebst einem fulminanten Rahmenprogramm mit Showgrössen aus Unterhaltung und Comedy sorgten über beide Wochenenden die 3200 Musikanten aus den 55 Musikvereinen und 27 Jugendmusikvereine für Furore. Bei diesem Fest konnte die Musikgesellschaft Gettnau auf die breite Unterstützung aus der Bevölkerung zählen. Die Infrastruktur überzeugte die Besucher. Mit der MZW Kepinhowa stand ein akustisch sehr gutes Lokal zur Verfügung. Die Marschmusik auf der Hauptstrasse hätte besser nicht sein können und auch das Festgelände traf den Geschmack der Besucher. Kompakt und gemütlich eingerichtet und mit viel Ideenreichtum geschmückt. In zahlreichen Beizlis konnte man sich kulinarisch verwöhnen lassen und das Fest geniessen. Hinzu kommt ein Unterhaltungsprogramm vom Feinsten, allen voran mit den zwei ganz grossen «Kisten» Comedy-Night vom Mittwoch, 6. Juni mit Flügzüg, Divertimento, Peach Weber, Dr. Hugi und dem Nockalm Quintett am Samstag 9. Juli 2007.

Divertimento bei der Comedy-Night
Marschmusik durch das Dorf

Marschmusik als Publikumsmagnet

Durchweg wurden über das Wochenende vom 9./10. Juni 2007 qualitativ hochstehende musikalische Vorträge in der MZA Kepinhowa dargeboten. Diese platzte fast aus allen Nähten, da zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer diesen Darbietungen beiwohnen wollten. Noch um einiges grösser war der Publikumsaufmarsch bei der Marschmusik. Tausende von Musikfreunden drängten sich am Strassenrand, um dieses farbenfrohe, musikalische Schauspiel zu geniessen.

Veteranenehrung

Es war ein erhebender Anblick, als die Veteraninnen und Veteranen, begleitet von den Sektionsfahnen und unter tosendem Applaus des Publikums, Einzug in das grosse Festzelt hielten. Peter Brunner, Präsident des LKBV überbrachte den Festgruss. Gleichzeitig sprach er dem durchführenden Verein ein grosses Lob für die tadellose Organisation des Luzerner Kantonalen Musiktages aus. Auch Regierungsrätin Yvonne Schärli überbrachte die Grüsse der Regierung und zeigte sich beeindruckt von dem grossartigen Fest. Anschliessend nahm Robert Wicki die Ehrung der 159 Veteraninnen und Veteranen vor.

Ein unvergesslicher Anlass

Dieser Anlass wird wohl allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben und OK-Präsident Niklaus zeigte sich in seinem Schlusswort äusserst stolz auf dieses Fest, das in jeder Beziehung als ein voller Erfolg gewertet werden darf.

Über zwei Jahre dauerten die Vorbereitungsarbeiten und unzählige Helferinnen und Helfer haben sich für einen reibungslosen Ablauf des gesamten Festes eingesetzt. Abschliessen darf gesagt werden, die Arbeit hat sich gelohnt. Es wurde ein unvergessliches, in jeder Beziehung gelungenes Fest, ein Fest, das in die Geschichte der Gemeinde Gettnau wie auch in die Chronik der Musikgesellschaft Gettnau eingehen wird.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die 3200 Musikanten, die rund 2000 Helferinnen und Helfer und den über 20’000 Besuchern über beide Wochenenden.

30.03.2021 Heinrich Arnet